NABU kooperiert mit RAG Montan Immobilien GmbH

Gemeinsame Naturschutzprojekte im gesamten Ruhrgebiet geplant

 

Die RAG MI ist die Nachfolgerin der Montan-Grundstücksgesellschaft und damit eine der größten Grundstückseigentümerinnen in NRW. Allein im Ruhrgebiet ist die RAG MI für die Entwicklung von über 13.000 Hektar ehemaliger Bergbauflächen zuständig. Aus Sicht des NABU ist der Besitz von Flächen eine der besten Möglichkeiten, die Natur langfristig zu schützen. Sowohl für die RAG MI als auch für den NABU liegt es nahe, dass man gemeinsam überlegt, wie man mit diesen Flächen aus der Bergbau-Ära umgeht.

 

Der NABU sieht die Kooperationen mit Partnern aus der Wirtschaft als Chance, Verständnis zu schaffen und den Naturschutzgedanken in der Gesellschaft weiter zu verankern. Ausgewählte Kooperationspartner sind themenverwandte Firmen wie z.B. der Nistkastenproduzent Vivara und der Pflanzenfarbenhersteller AURA ebenso wie der Lebensmittelhersteller Arla Foods und die Einzelhandelskette REWE.

 

Die Kooperation mit der RAG Montan Immobilien GmbH ist für 5 Jahre von 2012 bis 2017 für gemeinsame Projekte in NRW geschlossen worden. Die Umsetzung erfolgt durch die NABU Regionalstelle Ruhrgebiet. Im Rahmen dieser Kooperation will die RAG MI auf die Beratung des NABU in Fragen des Natur- und Artenschutzes zurück greifen.

 

Die RAG MI ist, wie jeder andere Vorhabenträger, bei der Entwicklung ihrer ehemaligen Bergbaustandorte zu naturschutzfachlichen Prüfungen verpflichtet. Das kann bedeuten, dass eine Baustelle still steht, sobald Kreuzkröten auf dem Gelände gesichtet werden. Für beide Seiten ist es also sinnvoll, sich frühzeitig über eventuelle Belange des Naturschutzes zu verständigen, um einerseits Kosten und Zeit zu sparen und andererseits mögliche gerichtliche Schritte zu verhindern.

 

Auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien sind frühzeitige Beratungen sinnvoll. Der NABU befürwortet grundsätzlich die vielseitigen Wege, mit denen die RAG MI dieses neue Geschäftsfeld ausweitet.

 

Bei der Energieproduktion aus Biomasse gilt es Wege zu finden, die jenseits von Monokulturen liegen. Erste Ideen, Energie aus Wildpflanzen zu erzielen, werden derzeit geprüft. Beim Ausbau der Windenergie auf Bergehalden müssen Bedingungen gefunden werden, die den Artenschutz sicher stellen. Denn die Halden sind im Laufe der Jahre zu Lebensräumen von Greifvögeln, wie dem Wanderfalken und vielen anderen Arten geworden, die durch den Betrieb von Windkraftanlagen gefährdet sein können.

 

Naturschutz geht gerade im Ballungsraum Ruhrgebiet nur gemeinsam mit vielen Akteuren. Einzelne Projekte von NABU und RAG MI laufen bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich und belegen eine zuverlässige Zusammenarbeit.

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Lohberg in Dinslaken wird ein Uhu-Monitoring von der ortsansässigen NABU Gruppe durchgeführt. Der Uhu hatte sich die alten Anlagen als neues Zuhause und das offene Gelände als Jagdrevier ausgewählt. Die RAG MI nahm Kontakt mit dem NABU auf und bat um Beratung und Monitoring. Darauf hin wurden die notwendigen Abrissarbeiten der Problematik angepasst.

 

In Bergkamen ist eine erste Fläche in den Besitz den NABU übergegangen, die eine sehr wertvolle Orchideen-Population beheimatet. Die Ehrenamtlichen des NABU Unna pflegen diese zunächst gepachtete Wiese seit vielen Jahren und haben dadurch eine erstaunliche Zunahme der Arten zu verzeichnen. Durch den Besitz der Fläche besteht nun die Sicherheit, die Entwicklung über viele Jahre im Sinne des Naturschutzes zu sichern. Hier sollen auch noch weitere Flächenübernahmen erfolgen.

 

Mitten im Ruhrgebiet, am Firmensitz der RAG MI auf Kokerei Zollverein in Essen, sind Schleiereule, Wanderfalke und Fuchs zuhause. Eine der ersten gemeinsamen Projekte innerhalb dieser Kooperation wird die weitere naturschutzfachliche Optimierung des Geländes auf Zollverein für den Naturschutz sein.

 

Der NABU hat immer auch ein Augenmerk auf den urbanen Raum und empfiehlt die Broschüre „Praxis in städtischen Ballungsräumen“ mit Beispielen, wie man Naturschutz in Städten umsetzen kann. Die Broschüre kann kostenlos (Portokosten) im NABU Naturshop bestellt werden. 

 

Informationen zu den Kooperationen des NABU finden Sie hier

 

Hier geht es zur RAG MI

 

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Foto: NABU / Marcus Bosch
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