Stadt Essen: grün, nachhaltig, lebenswert?

Bedrohte Feldlerchen: NABU erwartet von der „Grünen Hauptstadt 2017“ auch zukünftig verantwortungsvolles Handeln für den Artenschutz

Feldlerche - Foto: NABU/Kathy Büscher
Feldlerche - Foto: NABU/Kathy Büscher

Düsseldorf/Essen, 14. Februar 2018 – Die Feldlerchen auf dem Flughafengelände Essen/Mülheim sollen für ein Ed Sheeran-Konzert im Sommer weichen. Obwohl dies mit dem Artenschutz unvereinbar ist, fehlt noch immer eine klar ablehnende Position der Stadt Essen. Damit wächst die Sorge, dass die Stadt Essen bereit wäre, gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu verstoßen, um das Konzert zu genehmigen. Dazu passt, dass offenbar Möglichkeiten zur Vergrämung der Feldlerchen und anderer bedrohter Vogelarten vom Flughafengelände geprüft wurden.

 

Der NABU NRW geht davon aus, dass die Stadt Essen ihrer Verantwortung für den Natur- und Artenschutz auch nach Beendigung des Grüne-Hauptstadtjahres gerecht werde. „Ein vorsätzlicher Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz kann da sicherlich nicht im Interesse der Stadt liegen“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Erst kürzlich hatte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen noch vollmundig angekündigt ´die Stadt Essen wolle sich nicht auf dem Grüne-Hauptstadttitel ausruhen. Vielmehr wollen wir unsere Stadt auch über 2017 hinaus grün, nachhaltig und damit lebenswert gestalten´. Der NABU NRW nimmt den OB beim Wort. Es muss sich für ein solches Konzert ein naturverträglicher Platz finden lassen.

 

Das Vergrämen einer gefährdeten Vogelart aus ökonomischen Gründen habe nichts mit grün und nachhaltig zu tun, es verstieße schlicht gegen Naturschutzgesetze. Dazu zähle auch das bloße ´Wachsen lassen´ der Grasnarbe. Denn damit würden durch absichtliches Nichtstun gezielt und vorsätzlich Brutplätze einer bedrohten Vogelart zerstört. Der NABU erwarte daher die Aufgabe der jetzigen Konzertpläne auf dem Gelände des Flughafen Essen/Mülheim, zumal es sowohl räumliche als auch zeitliche Alternativen gäbe.

„Die Stadt Essen muss sich für den Erhalt des Feldlerchenbestandes auf dem Flughafen stark machen“, so Elke Brandt vom NABU Ruhr.

„Die Stadt Essen muss sich für den Erhalt des Feldlerchenbestandes auf dem Flughafen stark machen“, so Elke Brandt vom NABU Ruhr. Die Feldvogelart befindet sich seit einigen Jahren im freien Fall, da die Zerstörung und der Verlust geeigneter Brutlebensräume ungebremst fortschreite. In der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens von 2016 wird die Feldlerche als gefährdet gelistet. Es sollte einer ´Grünen Hauptstadt, die diesen Titel zu recht tragen möchte, doch möglich sein, Lebensräume bedrohter Arten entsprechend zu erhalten und nicht noch zur Zerstörung beizutragen.

 

Sollte die Untere Naturschutzbehörde dem Ansinnen der Stadt Essen tatsächlich stattgeben, schließt der NABU NRW eine Beschwerde gegen die Konzertpläne bei der EU-Kommission nicht aus.

Neues Team der NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet

Jörn Hamcher (li), Sarah Bölke (mi) und Michael Schoch
Jörn Hamcher (li), Sarah Bölke (mi) und Michael Schoch
30. Januar 2018 - Seit Mitte Januar gibt es ein neues Gesicht in der NABU-Regionalstelle: Jörn Hamacher ist zukünftig neben Michael Schoch für das Kooperationsprojekt mit der RAG Montan Immobilien GmbH zuständig. Er übernimmt die Aufgaben von Nora Scholpp, die für ein Jahr in Elternzeit gegangen ist.
Die Aufgaben der Regionalstellen hat seit Anfang des Jahres Sarah Bölke übernommen. Sie arbeitet zudem auf Landesebene für das Projekt Zeit der Schmetterlinge und war auch schon 2017 für die Hauptveranstaltung zum GEO-Tag der Natur auf dem Welterbe Zollverein im Ruhrgebiet im Einsatz. Die NABU-Regionalstelle ist zukünftig zu folgenden Zeiten besetzt:
 
Montag (vormittags): Jörn Hamacher
Dienstag: Jörn Hamcher und Michael Schoch
Mittwoch: Sarah Bölke, Jörn Hamacher, Michael Schoch
Freitag: Sarah Bölke
 
 

Bilderreise durch die Natur des Ruhrgebiets

NABU-Vortrag von Naturfotograf Uwe Hilsmann im Tierpark + Fossilium Bochum

Am Donnerstag, 25. Januar 2018, nimmt der NABU Bochum als Gast im Tierpark + Fossilium Bochum das Publikum mit auf eine Bilderreise durch das Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet ist eines der größten industriellen Ballungsräume Europas. Das frühere Zentrum des Bergbaus hat in den letzten Jahrzenten einen bedeutenden Wandel erfahren.

Durch Renaturierung konnten sich viele Zechen- und Fabrikgelände innerhalb weniger Jahre erholen.

 

Aus den einstigen Industriebrachen und Schutthalden sind nicht nur für den Menschen atmosphärische Naherholungsgebiete, sondern auch wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten geworden.
In seinem bebilderten Vortrag zeigt Referent Uwe Hilsmann wie vielfältig und artenreich die Natur in unserer Region sein kann. Für seine besonderen Tier- und Landschaftsaufnahmen ist der Fotograf häufig in den frühen Morgenstunden mit seiner Kamera unterwegs, sodass seine Motive in das goldene Licht der aufgehenden Sonne getaucht sind. Im Rahmen seiner Arbeit legt Hilsmann einen Schwerpunkt auf Füchse und Steinkäuze.


Der Vortrag findet im neuen Veranstaltungssaal des Tierparks zwischen der Kassenhalle und der Tierparkgaststätte Franz Ferdinand statt. Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr direkt über den Veranstaltungsraum, der Vortrag startet um 19:30 Uhr (Dauer ca. 1,5 h). Der Eintritt kostet 3 €, NABU-Mitglieder zahlen 2 €.

 

Am Donnerstag, 25. Januar 2018, nimmt der NABU Bochum als Gast im Tierpark + Fossilium Bochum das Publikum mit auf eine Bilderreise durch das Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet ist eines der größten industriellen Ballungsräume Europas. Das frühere Zentrum des Bergbaus hat in den letzten Jahrzenten einen bedeutenden Wandel erfahren.

Durch Renaturierung konnten sich viele Zechen- und Fabrikgelände innerhalb weniger Jahre erholen.

 

Aus den einstigen Industriebrachen und Schutthalden sind nicht nur für den Menschen atmosphärische Naherholungsgebiete, sondern auch wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten geworden.
In seinem bebilderten Vortrag zeigt Referent Uwe Hilsmann wie vielfältig und artenreich die Natur in unserer Region sein kann. Für seine besonderen Tier- und Landschaftsaufnahmen ist der Fotograf häufig in den frühen Morgenstunden mit seiner Kamera unterwegs, sodass seine Motive in das goldene Licht der aufgehenden Sonne getaucht sind. Im Rahmen seiner Arbeit legt Hilsmann einen Schwerpunkt auf Füchse und Steinkäuze.


Der Vortrag findet im neuen Veranstaltungssaal des Tierparks zwischen der Kassenhalle und der Tierparkgaststätte Franz Ferdinand statt. Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr direkt über den Veranstaltungsraum, der Vortrag startet um 19:30 Uhr (Dauer ca. 1,5 h). Der Eintritt kostet 3 €, NABU-Mitglieder zahlen 2 €.

 

NABU Marl mischt zukünftig bei Regionalstelle mit

Zehn NABU-Gruppen bündeln ihr Engagement auch ruhrgebietsweit

11. Oktober 2017 - Beim Regionalstrellentreffen der NABU-Kreis- und Stadtverbände aus dem Ruhrgebiet am in Duisburg wurde der NABU Marl offiziell als zehnte Gruppe unter dem Dach NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet aufgenommen. Es sind keine Unbekannten zusammengekommen: Schon im Vorfeld hatten Aktive aus Marl zusammen mit den NABU-Leuten aus dem benachbarten Haltern am See die Arbeit der Regionalstelle begleitet, sodass es erste Kontakte bereits zuvor gegeben hatte.

 

Beim Treffen selbst standen diesmal der kollegiale Austauch und die Arbeitsschwerpunkte vor Ort in den Kreisen und Städten des Ruhrgebiets auf dem Programm. Etwas ausführlicher fiel der Blick auf die bundesweite Hauptveranstaltung zum GEO-Tag der Natur in Essen aus, an dem sich viele NABU-Gruppen aktiv mit Artenkennern und Experten, Info-Ständen und naturkundlichen Führungen beteiligt hatten. An diesem Wochenende Mitte Juni wurden auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein rund 3500 Menschen erreicht.

 

RAG Montan Immobilien und NABU NRW setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort

Gemeinsame Gestaltung des Wandels als Folge der Post-Bergbau-Ära

Im Foto: Jutta Eckenbach, Bundestagsmitglied; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW; Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen; und Fabian Schrumpf, NRW-Landtagsmitglied; (v. l. n. r)
Im Foto: Jutta Eckenbach, Bundestagsmitglied; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW; Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen; und Fabian Schrumpf, NRW-Landtagsmitglied; (v. l. n. r)

Die RAG Montan Immobilien und der NABU-Landesverband Nordrhein Westfalen  arbeiten weiter gemeinsam daran, eine für Mensch und Umwelt nachhaltige Folgenutzung für bergbaulich geprägte Flächen zu schaffen. In Beisein von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, unterzeichneten hierzu Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, und Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW, einen Vertrag, der die erfolgreiche fünfjährige Kooperation verlängert.

Zu den neuen Zielen der Kooperation gehören die gemeinsame Gestaltung des Wandels als Folge der Post-Bergbau-Ära oder die Entwicklung und Realisierung von gemeinsamen Projekten. Weitere Information zu dieser Kooperation

GEO-Tag der Natur 2017

Der NABU NRW hat zusammen mit der Zeitschrift GEO den zentralen GEO-Tag der Naturzum Thema „Stadtnatur“ auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein veranstaltet.

Rund 3500 Besucher, 27 Exkursionen, ein buntes Bühnenprogramm und mehr als 70 Forscher, die in 24 Stunden über 800 Arten, darunter einige Neufunde für Zollverein, notieren: Der GEO-Tag der Natur 2017 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein war ein voller Erfolg. Ziel der Hauptveranstaltung für Deutschland war eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst, lebt und gedeiht eigentlich in unseren Städten? Dabei ging es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür und die Erkenntnis, dass man schützt, was man kennt. 

 

Hier haben wir einige Impressionen zum GEO-Tag der Natur am 17. und 18. Juni 2017 auf UNESCO-Welterbe Zollverein eingefangen

 

Das aktuelle Titelmotiv wurde uns freundlicherweise von Jürgen Pern  (NABU Ruhr) zur Verfügung gestellt.

Weitere Meldungen und Artikel finden Sie in unserem Archiv

Vogel des Jahres 2018 - der Star

Foto: iStock-134500183_kruwt
Foto: iStock-134500183_kruwt

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Veranstaltungen im Ruhrgebiet 2018

Faltblatt 1. Halbjahr 2018
Naturbegegnungen im Ruhrgebiet 1-2018.pd
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Natur erleben in NRW

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Bienen in der Stadt

Foto: Oliver Häckel
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